Klassenbesuch bei der Klasse von Benjamin Meyers

In der Serie unserer Klassenbesuche in der Akademie waren wir dieses Mal, im Anschluss an die Mitgliederversammlung, zu Gast bei der Klasse von Benjamin Meyers. Nach einer fröhlichen und inspirierenden Einführung durch Benjamin Meyers, führten die Studierenden durch verschiedene Klassenprojekte, die auch vielen Mitgliedern aus den Rundgängen bekannt waren und die durch die Freunde und Förderer auch bereits ausgezeichnet wurden. Spannende Hintergrundinformationen und die Besonderheit der interdisziplinären Zusammenarbeit wurden anschaulich erläutert. Die Studierenden der Klasse Meyers arbeiten in ihren individuellen künstlerischen Praxen mit vielfältigen Medien und zeichnen sich durch eine große Offenheit gegenüber unterschiedlichen Materialien aus. Verbunden wird diese Vielfalt durch ein gemeinsames Interesse an interdisziplinären und kollaborativen Arbeitsweisen.

In den vergangenen zwei Jahren sind so zahlreiche Projekte (u.a. AB/FM Midnight RadiAB/FM Midnight Radio als Rundgangsprojekt 2025 und inhabilia für die Lessingtage 2026 in Hamburg https://www.thalia-theater.de/inhabilia/) entstanden, die Räume für Begegnung und künstlerischen Austausch geschaffen haben.  Sie berichteten von den beeindruckenden Erlebnissen im Thalia Theater und ihrer Rolle als Gastgebende. Die großartige Gastfreundschaft durften die Freunde und Förderer dann bei der Bewirtung der Klasse mit herausragenden kulinarisch und optisch gestalteten Snacks erleben.

Menschen im Gespräch in einem Atelier
Ein Küster präsentiert Ideen
Fingerfood im Atelier

Führung: 100 Jahre Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf

Die Freunde und Förderer der Kunstakademie Düsseldorf luden am 12. Mai 2026 zu einer besonderen Führung durch die Ausstellung „100 Jahre Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf“ in die Akademie-Galerie ein.

Die Führung wurde von Frau Professorin Lena Newton gemeinsam mit Frau Dr. Sondermann sowie mehreren Studierenden der Klasse Bühnenbild gestaltet. Besonders bereichernd war dabei, dass die Studierenden jeweils jene Teile der Ausstellung vorstellten, an deren Entstehung und Konzeption sie selbst mitgewirkt hatten. Dadurch entstand eine lebendige und abwechslungsreiche Führung, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur interessante Hintergründe vermittelte, sondern auch einen vertieften Einblick in die künstlerische und kuratorische Arbeit hinter der Ausstellung ermöglichte.

Die Ausstellung selbst orientiert sich an der Geschichte der Bühnenbildklasse und ihrem Aufbau über die vergangenen hundert Jahre: Jeder der fünf Räume ist einem der Professoren gewidmet, die die Bühnenbildklasse seit ihrer Gründung geleitet und geprägt haben, Walter von Wecus, Teo Otto, Karl Kneidl, Johannes Schütz und die gegenwärtige Lehrstuhlinhaberin Lena Newton. So wurde eindrucksvoll sichtbar, wie Studierende und Lehrende der Akademie Bühnenraum, Inszenierung und künstlerische Praxis im Laufe eines Jahrhunderts umgesetzt und geprägt haben.

Im Anschluss an die Führung bestand die Gelegenheit, an einer Filmvorführung mit Anne Linsel über die Bühnenbildnerin Hanna Jordan teilzunehmen und den Abend in anregenden Gesprächen ausklingen zu lassen.

 

Neubau der Oper Düsseldorf – lebendige Diskussion im KAP1

Rund 40 Gäste folgten am 4. März der Einladung der Freunde und Förderer der Kunstakademie zur Vorstellung des Neubaus der Oper Düsseldorf in der Zentralbibliothek KAP1.

Beigeordnete Miriam Koch, Dezernentin für Kultur und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf, stellte die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs vor und ordnete das Projekt kulturpolitisch ein. Unterstützt wurde sie von Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der Deutsche Oper am Rhein, die die funktionalen und betrieblichen Anforderungen eines modernen Opernhauses erläuterte.

Im Anschluss entwickelte sich eine engagierte Diskussion mit einem fachkundigen Publikum aus Musik, Kunst, Architektur und Stadtgesellschaft. An der Diskussion beteiligten sich unter anderem Josef Hinkel, Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Wulf AengeveltSieghardt Rometsch, Initiator des Internationalen Aeolus Bläserwettbewerbs, sowie Maximilian Schönauer, Stadtbildpfleger der Düsseldorfer Jonges. Unter den Gästen befand sich auch die Kanzlerin der Kunstakademie DüsseldorfJohanna Boeck-Heuwinkel.

Viele Besucher nutzten zugleich die Gelegenheit, die Zentralbibliothek KAP1 näher kennenzulernen. Die Großzügigkeit der Räume und das vielfältige Angebot fanden große Anerkennung.

Bildunterschrift: Bild 260304 v.li.n.re.: Alexandra Stampler-Brown- Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, Stephan Schwering- Direktor der Stadtbüchereien Düsseldorf, Miriam Koch - Beigeordnete für Kultur , Integration und Gesundheit, Norbert Hüsson - stellv. Vorsitzender Freunde und Förderer der Kunstakademie, Johanna Boeck-Heuwinkel – Kanzlerin der Kunstakademie, Dr. Rudolf Apenbrink – Vorstand der Freunde und Förderer der Kunstakademie, Maximilian Schönauer – Stadtbildpfleger der Düsseldorfer Jonges, Josef Hinkel – Bürgermeister der LHS Düsseldorf. Alle Fotos: Markus Feger

Winterrundgang 2026 Vorbesichtigung der Freunde und Förderer – Verleihung der Rundgangspreise

In der Woche vom 4. bis 8. Februar 2026 präsentierten die Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf zum Winterrundgang ihre Semesterarbeiten. In dieser Zeit durfte die Kunstakademie Düsseldorf wiederum knapp 40.000 Gäste begrüßen.

Angesichts des großen Besucherandrangs ist es ein besonderes Privileg, dass die Freunde und Förderer bereits vor der offiziellen Eröffnung des Winterrundgangs zu einer Vorbesichtigung einladen. Im Beisein von rund 70 Mitgliedern verkündete Frau Professor Fioretti unter tosendem Applaus der erfreulich zahlreich erschienenen Studierenden die diesjährigen Preisträger der Rundgangspreise:

  • die Klasse von Vertr. Prof. Ed Atkins

  • die Klasse von Prof. Koenraad Dedobbeleer

  • das Kino-Projekt von Hyemin Nam; Janina Kempkens und Luca Goetzinger aus der Klasse von Prof. Gregor Schneider

Der Rundgangspreis ist mit jeweils 1000 EUR dotiert und wird durch die Rundgangskommission zusammen mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer vergeben.

Ebenfalls bekannt gegeben wurden die anlässlich des Rundgangs auserkorenen Deutschlandstipendiaten des Studienjahres 2026/2027. Die Freunde und Förderer gehören seit Jahren zu den verlässlichen Finanzierern von Deutschlandstipendien und freuen sich, im nächsten Jahr weitere 10 Studierende damit unterstützen zu können.

Im Anschluss ging es entweder auf eigene Faust oder unter profunder Führung akademieseitig organisierter Guides zur Besichtigung der Klassen.
Foto: Markus Feger

Nachbarschaftsbesuch im Skulpturenpark Waldfrieden

Zum Jahresabschluss 2025 fand eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Line of Thought“ des Künstlers und ehemaligen Akademierektors Tony Cragg statt.

Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung Tony Craggs sprang Herr Maximilian Brücher, unterstützt von dem Geschäftsführer Christian Koch, ein. Es gelang Herrn Brücher durch seine kenntnisreichen und kurzweiligen Ausführungen, die Teilnehmer zu begeistern. Die Führung erstreckte sich durch alle drei Hallen, bei schönstem Sonnenschein durch den Park und zusätzlich ins Innere der Villa Waldfrieden. Hier gewannen die Freunde und Förderer auch einen Einblick in die Räume des sonst nicht zugänglichen Obergeschosses, während sie Details über das Leben des früheren Eigentümers erfuhren, des Lackfabrikanten Kurt Herberts, der die Villa von dem Architekten Franz Krause bauen ließ.

Obwohl Tony Cragg einen nahezu gegenteiligen Ansatz zur Antroposophie verfolgt und gerade zu Beginn seines Oeuvres aus vorgefundenen Materialien Kunst schuf, ergänzen sich die Architektur der Villa Waldfrieden und die Skulpturen.

Der Bogen spannte sich von dem mit Metallhaken wie mit einer Muschelbewuchshülle überzogenen Holzboot nebst anderer „Trouvaillen Congregation“ über sowohl in der Halle als auch im Außengelände gezeigte „Early Forms“ bis zu neuesten Arbeiten, die in der oberen Halle präsentiert wurden und von der Werkgruppe „Hedges“ inspirierte Ausschnitte in vergrößerter Form zeigen. Die Arbeiten aus Cortenstahl, obgleich es sich um Unikate handelt, ähneln sich so sehr, dass selbst den Mitarbeitern nicht sofort auffiel, als Cragg anlässlich einer externen Ausstellung einen Austausch vornahm.

Nach zwei Stunden endete die Führung gefühlt viel zu schnell, dafür aber mit einer positiven Überraschung in der dritten Halle mit weniger bekannten Arbeiten Tony Craggs - Zeichnungen und fragilen Muranoglasarbeiten.