Neubau der Oper Düsseldorf – lebendige Diskussion im KAP1

Rund 40 Gäste folgten am 4. März der Einladung der Freunde und Förderer der Kunstakademie zur Vorstellung des Neubaus der Oper Düsseldorf in der Zentralbibliothek KAP1.

Beigeordnete Miriam Koch, Dezernentin für Kultur und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf, stellte die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs vor und ordnete das Projekt kulturpolitisch ein. Unterstützt wurde sie von Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der Deutsche Oper am Rhein, die die funktionalen und betrieblichen Anforderungen eines modernen Opernhauses erläuterte.

Im Anschluss entwickelte sich eine engagierte Diskussion mit einem fachkundigen Publikum aus Musik, Kunst, Architektur und Stadtgesellschaft. An der Diskussion beteiligten sich unter anderem Josef Hinkel, Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Wulf AengeveltSieghardt Rometsch, Initiator des Internationalen Aeolus Bläserwettbewerbs, sowie Maximilian Schönauer, Stadtbildpfleger der Düsseldorfer Jonges. Unter den Gästen befand sich auch die Kanzlerin der Kunstakademie DüsseldorfJohanna Boeck-Heuwinkel.

Viele Besucher nutzten zugleich die Gelegenheit, die Zentralbibliothek KAP1 näher kennenzulernen. Die Großzügigkeit der Räume und das vielfältige Angebot fanden große Anerkennung.

Bildunterschrift: Bild 260304 v.li.n.re.: Alexandra Stampler-Brown- Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, Stephan Schwering- Direktor der Stadtbüchereien Düsseldorf, Miriam Koch - Beigeordnete für Kultur , Integration und Gesundheit, Norbert Hüsson - stellv. Vorsitzender Freunde und Förderer der Kunstakademie, Johanna Boeck-Heuwinkel – Kanzlerin der Kunstakademie, Dr. Rudolf Apenbrink – Vorstand der Freunde und Förderer der Kunstakademie, Maximilian Schönauer – Stadtbildpfleger der Düsseldorfer Jonges, Josef Hinkel – Bürgermeister der LHS Düsseldorf. Alle Fotos: Markus Feger

Winterrundgang 2026 Vorbesichtigung der Freunde und Förderer – Verleihung der Rundgangspreise

In der Woche vom 4. bis 8. Februar 2026 präsentierten die Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf zum Winterrundgang ihre Semesterarbeiten. In dieser Zeit durfte die Kunstakademie Düsseldorf wiederum knapp 40.000 Gäste begrüßen.

Angesichts des großen Besucherandrangs ist es ein besonderes Privileg, dass die Freunde und Förderer bereits vor der offiziellen Eröffnung des Winterrundgangs zu einer Vorbesichtigung einladen. Im Beisein von rund 70 Mitgliedern verkündete Frau Professor Fioretti unter tosendem Applaus der erfreulich zahlreich erschienenen Studierenden die diesjährigen Preisträger der Rundgangspreise:

  • die Klasse von Vertr. Prof. Ed Atkins

  • die Klasse von Prof. Koenraad Dedobbeleer

  • das Kino-Projekt von Hyemin Nam; Janina Kempkens und Luca Goetzinger aus der Klasse von Prof. Gregor Schneider

Der Rundgangspreis ist mit jeweils 1000 EUR dotiert und wird durch die Rundgangskommission zusammen mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer vergeben.

Ebenfalls bekannt gegeben wurden die anlässlich des Rundgangs auserkorenen Deutschlandstipendiaten des Studienjahres 2026/2027. Die Freunde und Förderer gehören seit Jahren zu den verlässlichen Finanzierern von Deutschlandstipendien und freuen sich, im nächsten Jahr weitere 10 Studierende damit unterstützen zu können.

Im Anschluss ging es entweder auf eigene Faust oder unter profunder Führung akademieseitig organisierter Guides zur Besichtigung der Klassen.
Foto: Markus Feger

Nachbarschaftsbesuch im Skulpturenpark Waldfrieden

Zum Jahresabschluss 2025 fand eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Line of Thought“ des Künstlers und ehemaligen Akademierektors Tony Cragg statt.

Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung Tony Craggs sprang Herr Maximilian Brücher, unterstützt von dem Geschäftsführer Christian Koch, ein. Es gelang Herrn Brücher durch seine kenntnisreichen und kurzweiligen Ausführungen, die Teilnehmer zu begeistern. Die Führung erstreckte sich durch alle drei Hallen, bei schönstem Sonnenschein durch den Park und zusätzlich ins Innere der Villa Waldfrieden. Hier gewannen die Freunde und Förderer auch einen Einblick in die Räume des sonst nicht zugänglichen Obergeschosses, während sie Details über das Leben des früheren Eigentümers erfuhren, des Lackfabrikanten Kurt Herberts, der die Villa von dem Architekten Franz Krause bauen ließ.

Obwohl Tony Cragg einen nahezu gegenteiligen Ansatz zur Antroposophie verfolgt und gerade zu Beginn seines Oeuvres aus vorgefundenen Materialien Kunst schuf, ergänzen sich die Architektur der Villa Waldfrieden und die Skulpturen.

Der Bogen spannte sich von dem mit Metallhaken wie mit einer Muschelbewuchshülle überzogenen Holzboot nebst anderer „Trouvaillen Congregation“ über sowohl in der Halle als auch im Außengelände gezeigte „Early Forms“ bis zu neuesten Arbeiten, die in der oberen Halle präsentiert wurden und von der Werkgruppe „Hedges“ inspirierte Ausschnitte in vergrößerter Form zeigen. Die Arbeiten aus Cortenstahl, obgleich es sich um Unikate handelt, ähneln sich so sehr, dass selbst den Mitarbeitern nicht sofort auffiel, als Cragg anlässlich einer externen Ausstellung einen Austausch vornahm.

Nach zwei Stunden endete die Führung gefühlt viel zu schnell, dafür aber mit einer positiven Überraschung in der dritten Halle mit weniger bekannten Arbeiten Tony Craggs - Zeichnungen und fragilen Muranoglasarbeiten.

Besuch des Studiensaals im Kunstpalast-Einblicke in die graphische Sammlung der Akademie

Die Freunde und Förderer haben im Rahmen der Nachbarschaftsbesuche den im Januar 2026 öffnenden Studiensaal im Museum Kunstpalast besucht und konnten für gut 90 Minuten in die frühe Neuzeit eintauchen.

Nach einer kurzen Einführung zur Renovierung durch den Verwaltungsdirektor Harry Schmitz übernahm Dr. Anna Christina Schütz mit einem fulminanten Vortrag, bei dem ihre eigene Begeisterung sich auf die Teilnehmer übertrug und zu reger Beteiligung durch Fragen anregte.

Frau Dr. Anna Christina Schütz schaut auf ein Bild

Die graphische Sammlung der Kunstakademie basiert auf der Sammlung ihres Gründers Lambert Krahe. Zum Einstieg legte Frau Dr. Schütz daher eine Grafik mit einem Bildnis von Krahe vor und zeigte anhand von zwei weiteren Blättern mit Abbildungen erster italienischer „Akademien“ die Entwicklung vom Handwerker zum gebildeten Künstler.

ein sehr antikes Bild

Grafik wurde schon von Beginn an vielfach kopiert, teilweise durch die Technik der Lochpause, bei der das jeweilige Blatt mit einer Vielzahl von winzigen Nadelstichen überzogen wurde. Mit dem bloßen Auge ließ sich die feine Perforation für die Teilnehmer zunächst nicht nachvollziehen, wurde aber durch das Licht einer Handykamera nach einem Anheben des Blattes umso eindrucksvoller visualisiert.

Frau Dr. Schütz fotografiert das antike Bild

Auch an anderer Stelle, bei dem Vergleich verschiedener Kupferstichmethoden anhand von Marienbildnissen, wurden die Teilnehmer aktiv einbezogen. Es war gar nicht so einfach, den namensgebenden Apfel  in dem Werk „Maria mit dem Kind, das einen Apfel hält“ zu finden. Ins Auge stach hingegen ein Stempel, der auf die Provenienz Krahe verwies und statt auf der Rückseite von einem preußischen Beamten mittig im Fußbereich des Mariengewandes aufgebracht worden war. Trotz der kunstfernen Positionierung wirkt auch dieser Stempel wertsteigernd, da er die Provenienz Krahe belegt.

Maria mit dem Kind, das einen Apfel hält

Maria mit dem Kind, das einen Apfel hält
Hausbuchmeister
ca. 1475–1500
Kaltnadel
18 × 10 cm
Kunstpalast; Sammlung der Kunstakademie Düsseldorf, KA (FP) 3498 D

Interessant auch die Anekdote über die spätere allgemeine Geringschätzung des Holzschnitts, der den Zeitgenossen Goethe abwertend zum Adjektiv „holzschnittartig“ inspiriert hat.

Die vielen Details und Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Methoden des Hoch- und Tiefdrucks und zu jeder gezeigten Grafik machten Lust auf mehr und so hat auch einer der teilnehmenden Studenten bereits einen Folgebesuch mit seiner Klasse angefragt: damit schließt sich der Kreis und die Studierenden der Jetztzeit werden über die Freunde und Förderer nochmals auf die intendierte Auseinandersetzung mit ihren Vorgängern, wie sie sich Krahe vorgestellt hat, aufmerksam.

Als Cliffhanger entließ Frau Dr. Schütz die Freunde und Förderer mit dem Vorschlag, sich beim nächsten Mal Dürer vorlegen zu lassen: Wer das selbst ausprobieren möchte, kann sich auch individuell an studiensaal@kunstpalast.de wenden.

ROM.ROM?ROM! – Eine künstlerische Reise mit der Klasse von Professorin Danica Dakić

Nach dem ersten und sehr erfolgreichen Klassenbesuch in der Klasse von Prof. Piller waren die Freunde und Förderer der Kunstakademie exklusiv zu Gast in der Klasse für Film und Video von Professorin Danica Dakić.

Mit diesen Klassenbesuchen möchten die Freunde und Förderern ihren Mitgliedern die Kunstakademie in Lehre und Arbeit erlebbar machen.

Die Klasse öffnete ihren Raum für die Freunde und Förderer zur Entdeckung der Performance und Werke von ROM.ROM?ROM! Die Stadt Rom war und ist ein europäischer Sehnsuchtsort, der auch für die Entstehungsgeschichte der Kunstakademie Düsseldorf von großer Bedeutung war. Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Kunstakademie Düsseldorf begaben sich die Studierenden der Klasse für Film und Video auf eine zugleich reale und imaginäre Rom-Reise. In unterschiedlichen künstlerischen Formen und Medien, einzeln und in Gruppen, setzten sie sich mit den Bedingungen von Natur und Kultur in einer globalisierten Welt auseinander. Zehn Videoarbeiten wurden bereits gemeinsam mit der Stoschek Foundation kuratiert und in der Foundation gezeigt.

 

Die Freunde und Förderer durften ebenfalls Performance und Videoarbeiten erleben. Den weiteren Verlauf der „Romreise“ erläuterte mit großem Engagement Professorin Dakić und danach kamen die Freunde und Förderer in spannende Gespräche mit der Klasse für Film und Video der Kunstakademie.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Professor Dakić und ihre Klasse für diesen anregenden und interessanten Einblick „hinter die Klassentüren“ der Akademie. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch!!